Kostenübernahme

Als Privatpraxen arbeiten wir überwiegend mit privaten Versicherungen und Beihilfestellen zusammen. In manchen Fällen werden die Behandlungskosten jedoch auch von anderen Kostenträgern übernommen, z. B. der Heilfürsorge der Bundeswehr oder der Bundespolizei, Unfallversicherungen, dem Sozialamt sowie in Ausnahmefällen auch von gesetzlichen Krankenversicherungen. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, die Kosten selbst zu tragen. Informationen zu den verschiedenen Kostenträgern finden Sie nachfolgend.

 

Bitte melden Sie sich gerne telefonisch, damit wir Sie dabei unterstützen können, die Möglichkeiten einer Kostenübernahme zu klären.

 

Private Krankenversicherungen und Beihilfestellen

Private Krankenversicherungen und Beihilfestellen übernehmen in den meisten Fällen die Behandlungskosten. Da die Leistungen der Privatversicherungen nicht einheitlich geregelt sind, hängt die Kostenübernahme davon ab, was vertraglich vereinbart wurde. Auch die Höhe der Kostenübernahme hängt von den jeweiligen Vertragsbedingungen ab. Am besten klären Sie dies vorab mit Ihrer Krankenversicherung.

Die Kosten für die ersten drei bis fünf Probesitzungen übernehmen erfahrungsgemäß nahezu alle privaten Krankenkassen ohne Antrag.

  

Gesetzliche Unfallversicherungen und Berufsgenossenschaften

Sind Ihre psychischen Beschwerden Folgen eines Arbeits- oder Wegeunfalls, werden die Behandlungskosten in unserer Praxis ggf. von der gesetzlichen Unfallversicherung übernommen. Bitte wenden Sie sich in diesem Fall zunächst an Ihre zuständige Unfallversicherung oder Berufsgenossenschaft. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

 

Heilfürsorge der Bundeswehr und der Bundespolizei

Für Angehörige der Bundeswehr übernimmt die Heilfürsorge in aller Regel die Kosten für eine Psychotherapie. Hierzu benötigen Sie das Formular San/BW/0218, welches Sie von Ihrem Truppenarzt oder Ihrer Truppenärztin erhalten. 

Seit 2018 können sich auch Polizisten und Polizistinnen der Bundespolizei zur psychotherapeutischen Behandlung an Privatpraxen wenden (Mitteilung der Bundespsychotherapeutenkammer).

 

Gesetzliche Versicherungen

Wir behandeln in Ausnahmefällen auch Patienten und Patientinnen, die gesetzlich versichert sind. Die kassenärztliche Vereinigung und die Krankenkassen sind gesetzlich dazu verpflichtet, jedem Versicherten eine wissenschaftlich fundierte Psychotherapie in einem angemessenen Zeitraum zu ermöglichen, sofern eine Behandlungsnotwendigkeit festgestellt wurde. Da eine deutliche  Unterversorgung von Psychotherapeuten mit einer kassenärztlichen Zulassung vorliegt, die Wartezeiten entsprechend oft mehrere Monate betragen und dies bei festgestelltem Behandlungsbedarf als unzumutbar gilt, erstatten manche gesetzliche Krankenkassen die Kosten der psychotherapeutischen Behandlung in Privatpraxen. Dies sind immer sogenannte Einzelfallentscheidungen. Unter Downloads haben wir Ihnen weitere Informationen und Hilfestellungen zur Kostenerstattung durch gesetzliche Krankenversicherungen zusammengestellt, die Sie sich herunterladen können.

 

Auf Grundlage einer vertraglichen Versorgungsvereinbarung mit der Bahn-BKK erfolgt die Kostenübernahme für Bahn-BKK-Versicherte erfahrungsgemäß problemlos. 

 

Selbstzahler

Manchmal kann es sinnvoll sein, die Kosten einer Psychotherapie selbst zu übernehmen. Die Kosten richten sich nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten und werden ebenso wie die Dauer der Behandlung vertraglich festgehalten. 

 

Behandlung von Flüchtlingen

Nach den ersten 15 Monaten des Aufenthalts in Deutschland haben Geflüchtete einen Anspruch auf medizinische Versorgung, die der gesundheitlichen Versorgung der anderer gesetzlich Versicherter entspricht. Diese Regelung bringt aber auch mit sich, dass eine Psychotherapie nur noch von Therapeut*innen durchgeführt und abgerechnet werden kann, die eine Kassenzulassung haben.

Da es zu wenig Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten mit einem Kassensitz gibt, um die Vielzahl an Asylsuchenden angemessen zu behandeln, wurde durch das sog. Asylpaket I im Oktober 2015 die Möglichkeit der Ermächtigung von Psychotherapeuten und Psychotherapeutinnen in der Zulassungsverordnung für Ärzt*innen erweitert. Aus unserem Team ist Julia Ronge eine ermächtigte Psychotherapeutin. Sie kann mit den gesetzlichen Krankenkassen Therapien mit Geflüchteten abrechnen.

Voraussetzung für die Behandlung ist dabei, dass die Person schon mind. 15 Monate in Deutschland lebt und Leistungen vom Sozialamt nach §2 Asylbewerberleistungsgesetz bekommt. Ob dies der Fall ist, erfährt man entweder durch den Leistungsbescheid vom Sozialamt oder man kann dies beim zuständigen Sozialamt erfragen. Leistungen nach §2 AsylBlG bekommt man in der Regel, wenn das Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist und man keiner sozialversicherungspflichtigen Arbeit nachgeht.

Bei Fragen dazu rufen Sie uns gerne an oder schicken uns eine E-Mail.

 

Sozialamt

Liegt keine Krankenversicherung vor und gleichzeitig eine finanzielle Notlage, sodass die Kosten einer psychotherapeutischen Behandlung nicht selber getragen werden können, übernimmt dies in Einzelfällen auch das Sozialamt.